Wissen · Glossar

Was ist ein Bounce?

Ein Bounce ist eine zurückgewiesene E-Mail: Der Server des Empfängers nimmt die Nachricht nicht an und schickt eine Fehlermeldung zurück. Unterschieden werden zwei Arten, und der Unterschied entscheidet darüber, was zu tun ist.

  • Hard Bounce – dauerhaft. Die Adresse existiert nicht (mehr), die Domain ist abgeschaltet, der Empfänger hat das Unternehmen verlassen. Solche Adressen müssen sofort aus dem Verteiler, ein zweiter Versuch schadet nur.
  • Soft Bounce – vorübergehend. Postfach voll, Server gerade nicht erreichbar, Nachricht zu groß. Hier ist ein erneuter Versuch sinnvoll. Bleibt es über mehrere Versendungen dabei, wird auch daraus ein Fall für die Liste.

Warum das nicht nur Kosmetik ist

Große Anbieter messen, wie sauber ein Versender arbeitet. Eine hohe Bounce-Rate ist dabei das deutlichste Signal für einen schlecht gepflegten Verteiler – und führt dazu, dass künftige Mails derselben Domain strenger geprüft, verzögert oder aussortiert werden. Betroffen sind dann nicht nur Newsletter, sondern auch Rechnungen und Transaktionsmails aus demselben Haus. Als grobe Orientierung gilt: dauerhaft unter einem Prozent ist gesund, alles darüber gehört angesehen.

Praktisch heißt das zweierlei. Erstens muss die Absenderadresse ein echtes Postfach sein, in dem Rückmeldungen auch ankommen – bei Formularmails aus der Website wird das gern vergessen. Zweitens sollte die Behandlung automatisch laufen: Newsletter- und Transaktionsmail-Dienste tragen Hard Bounces selbstständig aus und protokollieren den Grund. Wer von Hand verschickt, muss das selbst tun.

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