Wissen · Glossar

Was ist ein API?

Eine API (englisch für Application Programming Interface, deutsch: Programmierschnittstelle) ist die vereinbarte Sprache, in der zwei Programme miteinander reden. Sie ist nicht für Menschen gedacht, sondern für Software: Ein Programm stellt eine Anfrage, das andere antwortet mit Daten – strukturiert, maschinenlesbar und ohne dass jemand etwas abtippen muss.

Ein Bild aus der Gastronomie trifft es gut: Die API ist die Speisekarte. Sie legt fest, was bestellt werden kann und in welcher Form die Bestellung aufgegeben wird. Was in der Küche passiert, geht den Gast nichts an – er muss nur wissen, was auf der Karte steht.

Wo sie im Website-Alltag auftaucht

  • Das Anmeldeformular auf der Website übergibt eine neue Adresse an das Newsletter-System.
  • Der Shop meldet eine Bestellung an die Warenwirtschaft und bekommt Lagerbestände zurück.
  • Eine Karte auf der Kontaktseite holt sich Kartenmaterial von einem Kartendienst.
  • Ein KI-Chatbot auf der Website fragt über die API eines Sprachmodells eine Antwort an.
  • Bewertungen aus dem Google-Unternehmensprofil werden automatisch auf der Website angezeigt.

Was in der Praxis zählt

APIs sind der Grund, warum Systeme zusammenwachsen können, statt nebeneinander gepflegt zu werden – jede gesparte Doppelerfassung ist bares Geld. Drei Dinge sollte man vorher klären: ob der gewünschte Dienst überhaupt eine offene Schnittstelle anbietet, ob deren Nutzung etwas kostet (viele Anbieter staffeln nach Anfragen), und wie der Zugang abgesichert ist. Denn der Schlüssel zu einer API ist ein Passwort im Wortsinn: Er gehört in eine geschützte Konfigurationsdatei auf dem Server – niemals in den Quelltext einer Webseite, wo ihn jeder Besucher auslesen könnte.

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