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WordPress 6.9 „Gene“ – Notizen direkt im Beitrag

2. Dezember 2025 · Lesezeit ca. 3 Minuten · von Holger Klopmeyer

Rückblick: Diesen Beitrag habe ich im August 2026 nachgetragen, damit das Update-Archiv vollständig ist. Datiert ist er auf den Erscheinungstag der Version.

Am 2. Dezember 2025 erschien WordPress 6.9 unter dem Namen „Gene" – nach dem Jazzpianisten Gene Harris, der Mainstream-Jazz mit Soul, Blues und Gospel verband. Es war die zweite Hauptversion des Jahres 2025 und im Rückblick die nützlichste: 6.9 hat vor allem die tägliche Arbeit im Editor entrümpelt.

Notes – Kommentare auf Block-Ebene

Die wichtigste Neuerung: Du kannst Anmerkungen direkt an einzelne Blöcke hängen. Kein „Absatz 4, dritter Satz" mehr in einer E-Mail, kein Word-Dokument mit Korrekturen im Anhang.

In der ersten Fassung war das noch spartanisch – reiner Text, ein Faden pro Block, keine Benachrichtigungen. Die Ausbaustufe kam erst mit WordPress 7.1 mit @-Erwähnungen, mehreren Diskussionsfäden und E-Mail-Hinweisen. Der Grundstein lag aber hier.

Befehlspalette im ganzen Dashboard

Die Command Palette – aufzurufen mit Strg + K beziehungsweise Cmd + K – gab es vorher nur im Editor. Seit 6.9 funktioniert sie im gesamten Backend: tippen, was du suchst, Enter drücken, da bist du.

Klingt nach einer Kleinigkeit für Vielnutzer, ist aber genau das. Wer täglich in WordPress arbeitet, spart damit spürbar Klicks. Wer zweimal im Monat einen Beitrag schreibt, wird es nie brauchen.

Vier neue Blöcke

  • Accordion – aufklappbare Bereiche, endlich ohne Plugin. Für FAQ-Abschnitte der praktischste Neuzugang seit Langem.
  • Terms Query – Listen von Kategorien oder Schlagwörtern, filterbar ausgeben.
  • Time to Read – die geschätzte Lesezeit eines Beitrags.
  • Math – Formeln über LaTeX-Notation, relevant für wissenschaftliche Seiten.

Dazu kam eine hübsche Typografie-Option: Fit Text passt die Schriftgröße automatisch so an, dass eine Zeile ihren Container exakt ausfüllt. Für große Überschriften auf Startseiten ein echter Zeitsparer.

Abilities API – der unsichtbare Teil

Unter der Haube führte 6.9 die Abilities API ein: ein standardisiertes, maschinenlesbares Berechtigungssystem. Plugins können damit sauber beschreiben, was sie können und wer das darf.

Für Redakteure ist davon nichts zu sehen. Für alles, was WordPress später an KI-gestützten und automatisierten Abläufen bekommen hat, war es die Voraussetzung – der Weg zu Version 7.0 führte direkt hierüber.

Und sonst?

Über 30 Korrekturen bei der Barrierefreiheit, Verbesserungen bei Templates (mehrere Vorlagen pro Seite, eigene Vorlagen überleben einen Theme-Wechsel) und die Möglichkeit, Blöcke im Frontend auszublenden, ohne sie zu löschen.

Wer sich mit dem Thema Barrierefreiheit grundsätzlich beschäftigen muss: Was das BFSG konkret verlangt, erklärt ein eigener Artikel – Kernkomponenten kann WordPress liefern, die Verantwortung bleibt beim Betreiber.

Häufige Fragen

Sollte ich 6.9 heute noch installieren?

Nein – wenn deine Website noch auf 6.9 läuft, solltest du auf die aktuelle Version aktualisieren. Ältere WordPress-Versionen bekommen zwar noch eine Zeit lang Sicherheitsupdates, aber Plugins und Themes werden zunehmend nicht mehr dafür getestet.

Was ist die Command Palette in WordPress?

Ein Suchfeld, das du mit Strg + K (Windows) oder Cmd + K (Mac) überall im Backend öffnest. Du tippst ein, was du tun willst – etwa „Neuer Beitrag" oder den Namen einer Seite – und springst direkt dorthin, ohne dich durch Menüs zu klicken.

Brauche ich für Accordions noch ein Plugin?

Seit 6.9 nicht mehr. Der Accordion-Block ist Teil des Cores. Nur wenn du sehr spezielle Animationen oder Verschachtelungen brauchst, lohnt noch eine Erweiterung.

Holger Klopmeyer
Holger Klopmeyer

Grafikdesigner & Programmierer. Seit über 25 Jahren in der Werbung zuhause – heute mit Fokus auf Websites, 3D, SEO und KI-Automation für Agenturen und Unternehmen.

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